Moralisches Dilemma

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Rena

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Moralisches Dilemma

by: Rena at 17.10.2010 17:36:46

Hey Leutz,

in Reli hatten wir folgendes Problem näher betrachtet:

Lara ist 16 und wohnt in einem armen, südamerikanischen Land. Sie hat keine Ausbildung
und findet nirgends eine Anstellung. Die Aussichten sind gering, je eine zu bekommen, da es
bereits viele Arbeitslose gibt. Auch ihre Eltern sind ohne Arbeit und ihre jüngeren
Geschwister müssen arbeiten und können die Schule nicht besuchen.
Eines Tages kommt eine Ärztin in ihren Ort. Sie sagt, sie arbeite für einen großen
Pharmakonzern. Der würde viele Embryonen benötigen für neue gentechnische Heilungsmethoden.
Junge Frauen könnten viel Geld verdienen, wenn sie sich für fünf Jahre
verpflichten würden, sich einmal pro Jahr künstlich befruchten zu lassen und den Embryo
der Firma zu geben. Das Geld, das Lara angeboten wurde, würde genügen, sich und ihre
Familie zu ernähren und dazu noch eine Ausbildung als Lehrerin zu machen. Sie würde
auch medizinisch gut versorgt werden.
Lara plagen Zweifel, die sie die ganze Nacht wach halten. Sie wurde streng nach katholischen
Grundsätzen erzogen, die eine Abtreibung verbieten. Ihr fällt der Gedanke schwer,
ihren Embryo zu verkaufen und das jedes Jahr wieder zu tun. Aber sie weiß nicht mehr,
wovon sie in Zukunft leben soll. Daher beschließt sie, den Vertrag zu unterschreiben, der
ihr angeboten wurde.

Nun wollte ich euch einfach mal fragen: War die Entscheidung Laras eurer Meinung nach falsch oder richtig??

Wir wissen nicht, was wir wollen, aber das mit ganzer Kraft!!!

Answer Last edited on 17.10.2010 17:38:16.

luciaHikari

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Re: Moralisches Dilemma

by: luciaHikari at 17.10.2010 17:58:50

(ich bin zwar nicht katholisch aber...)

Ich finde das das schon recht gut ist...
Naja..ein Kind abbtreiben lassen...


Ist die Story war?

Answer

Paradise_Sh...
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Re: Moralisches Dilemma

by: Paradise_Sheimii at 17.10.2010 18:05:59

In so einer Situation gibt es kein falsch oder richtig. Hier geht es viel mehr darum, wie sie dass mit ihrem Gewissen vereinbaren kann- auf der einen Seite steht ihre Famile, auf der anderen Seite stehen die ungeborenen Leben, die sie verkauft und für Experimente zur Verfügung stellt. Wäre ich an ihrer Stelle, würde ich versuchen eine andere Arbeit zu finden, weil ich sowas nie mit meinem Gewissen vereinbaren könnte. Das ist zwar leicht gesagt, aber ich kann mir vorstellen, dass die Familie, vor allem als strenge Katholiken, ihr ihre Entscheidung nie verzeihen könnten.

Im Ernst, ich hasse Ethik x,D


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luciaHikari

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Re: Moralisches Dilemma

by: luciaHikari at 17.10.2010 18:10:38

Naja..sie tut es ja auch für einen guten Zweck...

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Lola

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Re: Moralisches Dilemma

by: Lola at 17.10.2010 18:28:05

ich finde Paradise Sheimii hat schon das wesentliche angesprochen entweder die eine oder die andere variante und an Lara´s stelle würde ich auch die ganze nacht wachbleiben und nachdenken, ich wüsste nicht jetzt auf einmal was ich machen würde
vllt würde ich erstmal meine familie fragen und hoffen das sie mich bei meiner entscheidung unterstützen und auch beraten was sie gut finden würden etc.


aber so genommen hab ich leider keine große ahnung von sowas, ich stelle mir sowieso schon seit einiger zeit vor wie es wäre wenn die Menscheit ohne geld lebt, aber des is wieder ein anderes thema

Lucy / Lola / Moon
*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*~*

and then, when he was gone, there was something in the room, something cold and sad. After a few seconds she knew it was emptiness

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Rena

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Re: Moralisches Dilemma

by: Rena at 17.10.2010 20:19:44

also bei uns waren 20 schüler für ihre entscheidung und die restlichen 3personen(u.a. ich^^) dagegen.

ich finde diesen konstruierten fall verdammt schwierig zu bewerten.je nachdem aus welcher sicht man es sieht und welche moralvorstellungen jemand hat kann man es sich so oder so hinlegen wie man es will.
auf der einen seite tut sie vielen menschen auf der welt was gutes,denn sie hilft damit der (embryonen)forschung,die wiederum neue heilpraktiken,etc. entwickeln können.auch ihre familie und v.a. sie selber hat was davon,was das finanzielle und die karriere angeht.bloß muss man sich die frage stellen:für welchen preis?

jetzt könnte man sich wieder streiten,ab wann das leben anfängt...für mich beginnt dieses von der befruchteten eizelle an,sprich embryo. somit würde sie meiner ansicht nach mit leben "handeln".nicht anderes macht sie ja.für mich ist es das töten von leben und unverantwortlich,ich könnte dies mit meinem gewissen ,genau wie miriam,nicht vereinbaren.

eig wäre es mir egal,vll würde ich ihre entscheidung sogar unterstützen,wenn sie diesen vertrag unterschreibt und mit ihrem gewissen im reinen wäre.(anmerkung:aber nur aufgrund ihrer sehr miserabelen situation!).
aber sie ist noch jung und streng katholisch erzogen. und wenn sie selbst nicht dahinter steht,ist ihre entscheidung denke ich mal nicht die richtige. sie hat zwar das geld...ja und?! wird sie glücklich damit sein,wenn sie sich deswegen jeden tag vorwürfe macht,wenn es sie vll immer seelisch belasten wird?
auch kommt der aspekte der familie hinzu: werden sie laras handeln akzeptieren und sie dabei unterstützen oder finden sie es unverantwortlich von ihr?

gar nicht so einfach...aber ich weiß eben auch nicht,wie ich mich wirklich verhalten würde,wenn ich tatsächlich in dieser situation wäre,denn es ist meistens leichter gesagt als getan...

Wir wissen nicht, was wir wollen, aber das mit ganzer Kraft!!!

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Tigermausbaer

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Re: Moralisches Dilemma

by: Tigermausbaer at 21.02.2011 05:06:00

Das Mädchen ist 16 und damit nicht volljährig, es darf keine Verträge dieser Art ohne seine Eltern unterschreiben.
In den südamerikanischen Ländern ist man erst mit 18 Jahren volljährig, in Argentinien sogar erst mit 21. Der Vertrag ist also ungesetzlich. Selbst wenn die Eltern als gesetzlicher Vormund ihr Einverständnis geben würden, wäre ein solcher Vertrag nach juristischen Gesichtspunkten ziemlich wackelig.

Wenn der Pharmakonzern eine Niederlassung in den USA unterhält, wäre das ein ideales juristisches Fressen. Irgendwer würde aus welchen Gründen auch immer gegen solche Veträge klagen und sich dafür schon ein Bundesgericht in einem dafür passenden Staat der USA aussuchen. Das ist nach US-Recht zulässig und würde für die Pharmafirma im besten Fall mit einem teuren Vergleich enden.

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Der konstruierte Fall hat den Nachteil dass er in eurer Wahrnehmung beeinflussen sollte. Ein Vertragsangebot an eine mindestens 18 Jahre alte FRAU. Werden nämlich alle viel nüchterner betrachten als das bei einem Mädchen, das unter 18 Jahren ist.

Da stellt sich dann auch eine ganz andere Frage:
Wie ist es eigentlich zu bewerten dass ihr vorsätzlich in eurer Meinung beeinflusst werdet?
(Auch wenn das Ziel, welches damit erreicht werden sollte nicht negativ zu sehen ist)

Answer Last edited on 21.02.2011 05:18:20.

Rena

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Re: Moralisches Dilemma

by: Rena at 22.02.2011 09:43:17

Der konstruierte Fall hat den Nachteil dass er in eurer Wahrnehmung beeinflussen sollte. Ein Vertragsangebot an eine mindestens 18 Jahre alte FRAU. Werden nämlich alle viel nüchterner betrachten als das bei einem Mädchen, das unter 18 Jahren ist.


Interessante Sichtweise...,nur welche genauen Auswirkungen hätte dies auf meine Wahrnehmung?Vll kannst du/könnten Sie mir das näher erläutern. Ich meine, angenommen sie wäre älter,z.B. 21 und damit volljährig,... was wäre anders?was würde man denn nüchterner betrachten?



Da stellt sich dann auch eine ganz andere Frage:
Wie ist es eigentlich zu bewerten dass ihr vorsätzlich in eurer Meinung beeinflusst werdet?


Ja das stimmt,die Frage ist berechtigt...aber ist damit nur die schule gemeint?
ich denke nämlich v.a. an die heutigen Medien,die einen großen Einfluss auf die Meinung der Bevölkerung haben...

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Tigermausbaer

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Re: Moralisches Dilemma

by: Tigermausbaer at 23.02.2011 12:13:40

Das Alter spielt durchaus eine Rolle. Mit 16 wird ein Mädchen anders wahrgenommen bei diesem Thema als eine erwachsenene Frau mit 25, die über ihr Leben einfach schon selber bestimmen kann. Alter verändert die Wahrnehmung durchaus auch wenn einem das nicht direkt auffällt. Bei einem 16 Jahre alten Mädchen stuft man sie immer noch im gewisssen Sinne als zu schützendes Kind ein, bei 25 Jahren als erwachsene, selbständige Frau.

Das Beispiel ist übrigens auch auf einer anderen Grundlage nicht korrekt, ein befruchtetes Ei würde man ihr nämlich nur dann einpflanzen wenn sie als Leihmutter fungieren würde.

Embryonen für die Forschung werden im In-vitro-Fertilisation Verfahren (Reagenzglas) hergestellt. Man würde dem Mädchen also nur eine unbefruchtete Eizelle entnehmen und nichts wieder einpflanzen. Das entspricht ganz einfach nicht der Realität.

Das unbefruchtete Ei, um das es dann in der Realität gehen würde, würde sie ansonsten ganz einfach mit der nächsten Periode aus ihrem Körper ausscheiden ...

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Manipulationen finden immer statt. Im Fall des Religionsunterichts und dieser Diskussion, pflanzt der Lehrer ein "Pro-Leben" in euch ein bzw. verstärkt diese Sichtweise. Deswegen hab ich auch gesagt, dass das jetzt nicht so negativ sehe auch wenn das natürlich mit Absicht so hingeführt wird.

Answer Last edited on 25.02.2011 21:01:39.

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